Münchner Schiene

Ausgerichtet von der Münchner Volkshochschule

KURATIERT VON CHRISTINA MADENACH & CHRISTIAN SCHÜLE

Die Münchner Schiene führt in den Werkraum der Literatur. Literatur wird immer gemacht, hergestellt, ist Prozess und Kuration, Rezeption, Kritik und Übersetzung. Wir folgen der Produktion von Texten und führen die Literatur, die die Stadt hervorbringt, zu den Menschen in der Stadt zurück.

Literatur ist ein weites Feld vielseitiger Aktivitäten und kreativer Übersetzung der Lebenswirklichkeit in Wort und Bild. Sie soll mit möglichst vielen Sinnen erfahrbar und leibhaftig erlebbar werden. Insofern geht es immer auch um Fragen der literarischen Transformation, der Teilhabe und der Kollaboration zwischen Literatur, Typografie und Handwerk.

Die Literatur kommt dort zum Klingen, wo sie entsteht: im Rauschen einer Stadt, die unerhört reich an literarischen Stimmen ist. Alle, die an den unterschiedlichen Aspekten der Herstellung von Literatur interessiert sind, laden wir herzlich ein, in diesen besonderen Werkraum einzusteigen und durch Gespräch, Austausch sowie eigene Beteiligung gemeinsam jenen Prozess in Gang zu setzen, der schließlich hervorbringt, was wir lieben: Literatur.

In 18 unterschiedlichen Veranstaltungen feiern wir Sprache, Wort und Text in ihrer verschwenderischen Vielfalt, werfen einen nachdenklichen Blick auf die kulturpolitischen Rahmenbedingungen, unter denen heute Literatur entsteht und lassen so viele Menschen wie möglich an gemeinsamen literarischen Augenblicken teilhaben.

Die Veranstaltungen finden sowohl an bekannten als auch ungewöhnlichen Orten statt: Im Gasteig HP8 erwartet Sie eine Ausstellung mit Texten von Autor_innen der Münchner Schiene, beim Open House der Freien Szene im Bildungszentrum Einstein 28 das bereits bekannte Netzwerken. Außerdem Gespräche im Munich Urban Collab und im Lyrik Kabinett sowie eine besondere Live-Performance in der Nymphenburger Porzellanmanufaktur. Oder erleben Sie Literatur in Bewegung, bei Spaziergängen mit Autorinnen zu den Originalschauplätzen ihrer Romane. Literatur ist an keinen spezifischen Ort gebunden, sie ist überall möglich und klingt nach im Schallraum dieser Stadt.

{Foto Header: © Unsplash/andrea-brusco}